Wissenschaftliche Allianz gegen bestehende Herzepidemie gegründet
Vier medizinische Fachgesellschaften – die Österreichische Kardiologische Gesellschaft (ÖKG), die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie (ÖGN), die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) und die Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM) – legen einen evidenzbasierten Fahrplan für eine moderne Gesundheitsvorsorge vor.
Safe Hearts Allianz offiziell gegründet
Nach der ersten Veröffentlichung der Grundsatzerklärung wurde nun auch offiziell die Gründung der Safe Hearts Allianz bekanntgegeben. Die Allianz fordert eine evidenzbasierte Präventionsoffensive, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere kardio-renale-metabolische Erkrankungen wirksamer zu verhindern. "Österreich braucht einen Paradigmenwechsel: Weg von einer vorwiegend reparativen Medizin hin zu einer Gesundheitsvorsorge, die sich konsequent an wissenschaftlicher Evidenz orientiert", betonen die Vertreter:innen der Safe Hearts Allianz.
Reform der Vorsorgeuntersuchung gefordert
Wesentliche Forderung ist unter anderem die längst überfällige Reform der Vorsorgeuntersuchung, die seit 2005 nicht mehr grundlegend überarbeitet wurde. Mit der im März 2026 veröffentlichten Gesundheitsreformfonds-Verordnung stehen nun jährlich 50 Millionen Euro für den Ausbau strukturierter Screeningprogramme zur Verfügung. Diese Mittel müssen nun rasch und zielgerichtet eingesetzt und nicht durch langwierige Evaluierungsprozesse verzögert werden. "Prävention darf nicht länger von Zuständigkeitsgrenzen oder politischen Interessen ausgebremst werden. Evidenz muss zur Grundlage gesundheitspolitischer Entscheidungen werden. Nur so kann Österreich die Zahl der vermeidbaren Todesfälle nachhaltig senken und wichtige Präventionsziele erreichen", so die Safe Hearts Allianz.